Kreuzfahrt Frust 2026: Wenn automatische Trinkgelder zum Ärgernis werden
Für viele Kreuzfahrtfans ist die Vorfreude auf die nächste Reise ein Highlight. Doch 2026 trüben steigende Zusatzkosten an Bord das Vergnügen. Mehrere grosse Reedereien, vor allem aus den USA, erhöhen ihre automatischen Trinkgeld- und Servicegebühren spürbar. Diese versteckten Kosten sorgen bei Passagierenden für Frust und Enttäuschung – denn der ausgeschriebene Reisepreis ist längst nicht mehr die ganze Wahrheit.
Automatische Trinkgelder: Ein Ärgernis für viele Kreuzfahrtgäste
Wer eine Kreuzfahrt bucht, rechnet meist mit einem klaren Preis. Doch die Realität sieht anders aus: Automatische Trinkgelder und Servicegebühren werden oft erst an Bord sichtbar und können die Reisekosten erheblich in die Höhe treiben. Für 2026 haben mehrere US-Reedereien diese Gebühren deutlich angehoben. Das sorgt bei vielen Passagierenden für Unmut, denn die Zusatzkosten kommen oft überraschend und fühlen sich wie eine versteckte Preiserhöhung an.
Holland America Line: Neue „Crew-Wertschätzungsgebühr“ sorgt für Diskussionen
Ein besonders prominentes Beispiel ist die US-Reederei Holland America Line. Anfang Juni 2026 hat sie eine neue „Crew-Wertschätzungsgebühr“ eingeführt und die Trinkgeldpauschalen erhöht. Passagiere in Standardkabinen zahlen nun automatisch 18 US-Dollar pro Person und Tag, was umgerechnet etwa 14,60 Schweizer Franken entspricht (Wechselkurs 1 USD = 0,81 CHF). Für Suiten werden 20 US-Dollar fällig, also rund 16,20 Schweizer Franken *. Diese Beträge werden täglich über das Bordkonto abgerechnet – und das ohne vorherige explizite Zustimmung.
Die Reederei verteidigt die Erhöhung gegenüber Fox News mit dem Argument, dass die Crew für ihren außergewöhnlichen Service und ihre harte Arbeit täglich gewürdigt werden soll. Ein Sprecher sagte: „Die Wertschätzung unserer Crew ist eine sinnvolle Möglichkeit für Gäste, den außergewöhnlichen Service und die harte Arbeit unserer Crew jeden Tag anzuerkennen.“ Alle Einnahmen aus dieser Gebühr gehen direkt an die Crew. Passagiere können den Betrag während der Reise anpassen, doch viele fühlen sich von der automatischen Buchung überrumpelt.
Frust und Kritik aus der Kreuzfahrt-Community
In Online-Foren wie Reddit oder Facebook kocht der Ärger hoch. Viele Kreuzfahrtgäste empfinden die automatischen Trinkgelder als versteckten Trick, um mit niedrigen Einstiegspreisen zu werben, die dann durch hohe Zusatzkosten ausgeglichen werden. Ein Nutzer schreibt: „Die automatischen Trinkgelder auf Kreuzfahrten dienen vor allem dazu, mit niedrigeren Einstiegspreisen werben zu können.“ Viele wünschen sich mehr Transparenz und eine faire Bezahlung der Mitarbeitenden, ohne dass sie erst an Bord mit zusätzlichen Kosten konfrontiert werden.
Weitere Reedereien ziehen nach – MSC Cruises und Carnival erhöhen in Amerika ebenfalls
Auch andere große US-Reedereien haben ihre Servicegebühren angehoben:
- MSC Cruises erhebt seit Mai 2026 auf Karibik- und Alaska-Kreuzfahrten eine tägliche Servicepauschale von 17 US-Dollar (ca. 13,80 CHF) pro Person in Standardkabinen und 23 US-Dollar (ca. 18,60 CHF) im MSC Yacht Club. Für Buchungen in Europa sind diese Gebühren bereits im Reisepreis enthalten.
- Carnival Cruise Line verlangt seit April 2026 17 US-Dollar (ca. 13,80 CHF) pro Tag für Standardkabinen und 19 US-Dollar (ca. 15,40 CHF) für Suiten. Zudem wurde das Getränkepaket „Bottomless Bubbles“ von 9,50 auf 11,99 US-Dollar pro Tag erhöht (ca. 9,70 CHF), zuzüglich eines Serviceaufschlags von 20 Prozent.
Auch hier gilt: Die Trinkgelder werden automatisch auf das Bordkonto gebucht, können aber von den Passagierenden während der Reise angepasst werden. Dennoch empfinden viele diese Praxis als wenig transparent und belastend.
Deutsche Reedereien setzen auf Inklusivpreise – ein Lichtblick für Reisende
Im Gegensatz zu den amerikanischen Reedereien handhaben deutsche Anbieter wie AIDA Cruises und TUI Cruises (Mein Schiff) ihre Servicegebühren anders. Dort sind Trinkgelder bereits im Reisepreis enthalten, und es gibt keine automatischen täglichen Servicepauschalen. Wer möchte, kann der Crew freiwillig Trinkgelder geben – eine transparente und faire Lösung, die viele Kreuzfahrtgäste schätzen.
Kreuzfahrten in Amerika werden 2026 teurer – Zusatzkosten sorgen für Unmut
Für alle, die 2026 eine Kreuzfahrt bei amerikanischen Reedereien buchen, heißt es: Achtung bei den Zusatzkosten! Die automatischen Trinkgeld- und Servicegebühren steigen deutlich und können die Reisekosten spürbar erhöhen. Viele Passagiere fühlen sich von den versteckten Kosten überrascht und wünschen sich mehr Transparenz und Fairness. Die Möglichkeit, die Trinkgelder an Bord anzupassen, bietet zwar etwas Spielraum, ändert aber nichts am grundsätzlichen Trend zu höheren Zusatzkosten.
Deutsche Reedereien zeigen, dass es auch anders geht – mit einem klaren Preis, der alle Serviceleistungen einschliesst. Für Kreuzfahrtfans aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein ist das ein wichtiger Aspekt bei der Reiseplanung.
Eine detaillierte Übersicht sämtlicher Trinkgelder und Service-Pauschalen findest Du bei Kollege Franz Neumeier in seinen Cruisetricks.







