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Douro Flusskreuzfahrt und die Magie Portugals: Eine Reise, die im Herzen bleibt

Nicko cruises, Allgemein, Flussschiffe

Es gibt Ferien, die sich leise und wohltuend anfühlen. Wie ein Glas feinen Rotwein, das Du langsam geniesst. Wie eine heisse Schokolade an einem kalten Wintertag. Oder wie Deine Lieblingsmusik, die Dich sofort zur Ruhe kommen lässt. Und dann gibt es Reisen, die Dich vom ersten Augenblick an tief berühren. Reisen, bei denen Du nicht nur neue Orte entdeckst, sondern ein Stück Deines Herzens zurücklässt. Wien, Dubai und das einst faszinierende St. Petersburg gehören für mich zu diesen besonderen Reisezielen. Nun ist ein weiterer Ort hinzugekommen: der Douro in Portugal.

Ich habe mich in die sanften Weinhänge, die spektakulären Landschaften und die herzliche Art der Portugiesinnen und Portugiesen verliebt. Diese Verbundenheit mit Portugal war schon immer besonders stark. Sie führte sogar dazu, dass ich zwei Jahre in diesem wunderschönen Land lebte. Umso emotionaler war es für mich, nun an Bord der Douro Queen zurückzukehren und den Douro von Porto und Gaia bis an die spanische Grenze nach Barca d’Alva zu erleben.

Schon nach den ersten Stunden an Bord spürte ich, dass diese Reise anders werden würde. Der Douro glitzerte in der Sonne, die Weinberge zogen langsam an mir vorbei und die Landschaft wurde mit jedem Kilometer eindrucksvoller. Ich wusste sofort: Diese Flusskreuzfahrt würde nicht einfach nur eine Reise sein. Sie würde eine Herzensreise werden.

Flusskreuzfahrten liegen im Trend

Flusskreuzfahrten zählen zu den beliebtesten Reiseformen für Menschen, die nicht jeden Tag ihre Koffer packen möchten und trotzdem immer wieder neue Regionen, Städte und kulturelle Sehenswürdigkeiten entdecken wollen.

Eine Flusskreuzfahrt verbindet Erholung mit abwechslungsreichen Erlebnissen. Du wachst jeden Morgen an einem anderen Ort auf, musst aber nicht ständig das Hotel wechseln. Dein schwimmendes Zuhause fährt mit Dir weiter.

Besonders reizvoll sind die kleinen und gemütlichen Schiffe. Sie bringen Dich nahe an die Landschaft und ermöglichen eine familiäre Atmosphäre. Dazu kommen eine gute Verpflegung, kurze Wege an Bord und ein persönlicher Kontakt zur Crew.

Flussreisen sind längst nicht mehr nur bei der Generation Ü50 beliebt. Auch immer mehr jüngere Reisende entdecken die Vorteile dieser Reiseform. Wer gerne komfortabel reist, schöne Landschaften geniesst und kulturelle Sehenswürdigkeiten kennenlernen möchte, findet auf einem Flussschiff eine wunderbare Kombination aus Entspannung und Entdeckung.

Der Douro ist etwas ganz Besonderes

Flussreisen auf dem Rhein und der Donau erfreuen sich grosser Beliebtheit. Auch die französischen Flüsse Seine, Saône und Rhône sowie kleinere deutsche Flüsse wie Elbe, Mosel und Saar stehen bei vielen Kreuzfahrtgästen hoch im Kurs.

In den vergangenen Jahren hat sich jedoch auch der Douro zu einem echten Geheimtipp entwickelt. Wer Portugal kennenlernen, kleine Flussschiffe mag und eine Leidenschaft für guten Wein hat, sollte eine Reise auf dem Douro unbedingt in Betracht ziehen.

Der Douro ist mit 897 Kilometern einer der längsten Flüsse der Iberischen Halbinsel. Für Flussschiffe ist allerdings nur ein Teil befahrbar. Zwischen Porto und der spanischen Grenze sind es rund 210 Kilometer. Dabei überwinden die Schiffe insgesamt etwa 125 Höhenmeter.

Eine Besonderheit macht die Reise besonders eindrucksvoll: Auf dem Douro herrscht nachts ein Fahrverbot. Während viele Flussschiffe auf anderen Flüssen auch in der Nacht unterwegs sind, bleibt die Douro Queen nach Sonnenuntergang im Hafen liegen.

Das hat einen grossen Vorteil. Tagsüber kannst Du die Landschaft intensiv erleben. Die steilen Weinhänge, wilde Olivenbäume, Zitronenbäume und schroffen Felsen ziehen nicht einfach im Dunkeln vorbei. Du kannst sie vom Sonnendeck, aus dem Panorama Salon oder durch das Panoramafenster oder dem Balkon Deiner Kabine betrachten.

Das Nachtfahrverbot bringt allerdings auch einen kleinen Nachteil mit sich. Da die Schiffe nachts nicht fahren dürfen, liegen die Cruise Liner häufig zu zweit oder sogar zu dritt nebeneinander. Dann blickst Du aus Deiner Kabine nicht immer auf den Douro, sondern gelegentlich auf die Kabine des Nachbarschiffs. Manchmal sind auch Geräusche vom benachbarten Schiff zu hören.

Für mich überwogen die Vorteile jedoch eindeutig. Gerade die langsame Fahrt bei Tageslicht machte den besonderen Zauber dieser Reise aus.

Mit der Douro Queen von Porto nach Barca d’Alva

Meine Gastgeberin auf dieser Douro Reise war die 2005 erbaute Douro Queen, die für nicko cruises unterwegs ist. Gemeinsam mit Kapitän Renato Braga und seiner Crew startete die Reise in Porto, genauer gesagt gegenüber der Altstadt am Douro Ufer in Gaia.

Normalerweise geniesse ich während einer Flusskreuzfahrt die vorbeiziehende Landschaft, besuche kulturelle Sehenswürdigkeiten auf den Landausflügen und freue mich darauf, endlich wieder ein Buch zu lesen.

Na ja, ein klassisches Buch ist es bei mir inzwischen nicht mehr. Mein Kindle ist aber mittlerweile ebenfalls zu einer Art Reisebibliothek geworden. Auf dem Douro fand ich allerdings kaum Zeit zum Lesen. Selbst den neuesten Kreuzfahrt Krimi „Tod in Kabine 7035“ von Ralf Betz konnte ich nicht fertig lesen. Die Landschaft war einfach zu faszinierend.

Ein ausführliches Porträt unter Die Douro Queen und der Zauber der Douro Region

Tag 1: Porto und Gaia: Der erste Blick auf Ribeira

Am Anreisetag bot sich mir vom Deck aus ein beeindruckender Blick auf das historische Porto. Besonders schön präsentierte sich das Altstadtviertel Ribeira mit seinen verschachtelten, bunten Häuserfassaden.

Über der Stadt ragt die berühmte zweistöckige Stahlbrücke Ponte Dom Luís I. Sie verbindet Porto mit Gaia und gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Region. Je nach Tageszeit verändert sich der Blick auf die Brücke und die Häuser von Ribeira. Am Nachmittag leuchtet der Stein warm in der Sonne. Am Abend spiegeln sich die Lichter in den dunklen Fluten des Douro.

Nach dem Bezug meiner Kabine erkundete ich das Schiff und liess die ersten Eindrücke auf mich wirken. Am Abend erwartete uns ein feines Abendessen an Bord. Danach genoss ich die warme Luft auf dem Deck und trank mein erstes Glas Portwein mit Blick auf die Lichter von Porto.

Es war einer dieser Momente, in denen eine Reise nicht einfach beginnt, sondern sich langsam entfaltet.

Tag 2: Porto, Azulejos und Portwein: Eine Stadtrundfahrt durch Porto

Am zweiten Tag stand Porto im Mittelpunkt. Die Stadtrundfahrt führte durch die prachtvollen Boulevards der Stadt und vorbei an bedeutenden Sehenswürdigkeiten.

Ein Höhepunkt war der Torre dos Clérigos. Der barocke Glockenturm zählt zu den bekanntesten Bauwerken Portos und prägt die Silhouette der Stadt.

Anschliessend ging es zum Bahnhof São Bento. Der Bahnhof ist nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt, sondern auch ein beeindruckendes Kunstwerk. Mehr als 20’000 blau weisse Fliesenbilder, die sogenannten Azulejos, schmücken die Eingangshalle. Sie erzählen von historischen Ereignissen und Szenen aus dem portugiesischen Alltag.

Porto ist eine Stadt, die sich nicht auf den ersten Blick vollständig erfassen lässt. Die engen Gassen, die bunten Häuser, die steilen Wege und die vielen Aussichtspunkte laden dazu ein, immer wieder stehen zu bleiben.

Bahnhof São Bento

Von der Harry Potter Buchhandlung bis zum Meer

Während der Fahrt durch Porto kamen wir auch an der berühmten Buchhandlung vorbei, die durch ihre besondere Innenarchitektur und ihre Verbindung zur Harry Potter Welt bekannt wurde. Vor dem Eingang warteten riesige Menschenschlangen.

Die Buchhandlung ist inzwischen ein beliebter Besuchermagnet. Wer sie besichtigen möchte, sollte ausreichend Zeit einplanen und sich auf Wartezeiten einstellen.

Unser Bus fuhr weiter bis an den Atlantik. Dort zeigte sich Porto von einer anderen Seite. Die Nähe zum Meer ist überall spürbar. Der Wind, das Licht und die Weite sorgen für eine ganz eigene Stimmung.

Besuch in der Weinkellerei Burmester

Den Abschluss der Stadtrundfahrt bildete der Besuch der Weinkellerei Burmester in Gaia. Die Kellerei gehört zu den ältesten Weinkellereien am Douro und ist eng mit der Geschichte des Portweins verbunden.

Ich mag portugiesische Weine ausgesprochen gerne. Während meiner zwei Jahre in Portugal habe ich viele verschiedene Weine probiert, teure und sehr preiswerte. Tatsächlich habe ich nur selten einen Wein getrunken, der mir nicht geschmeckt hat.

Die Weine in der Weinkellerei Burmester gehörten allerdings nicht zu meinen persönlichen Favoriten. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Gerade bei Wein entscheidet oft der eigene Gaumen, die Stimmung und auch die Erinnerung an einen bestimmten Ort.

Tag 3: Régua, Pinhão und das Douro Tal – Vorbei an der Hauptstadt des Portweins

Am dritten Morgen fuhr die Douro Queen an Régua vorbei. Die Stadt gilt als Hauptstadt des Portweins und liegt mitten in einer eindrucksvollen Weinlandschaft.

In dieser Region beginnt das geschützte Weinanbaugebiet. Rund 60’000 Winzerinnen und Winzer finden auf etwa 25’000 Hektaren Weinland ihr Einkommen.

Schon vom Schiff aus war zu erkennen, wie viel Arbeit in dieser Landschaft steckt. Die Weinhänge sind von Hand angelegt und von Mauern aus Schiefer durchzogen. Die Terrassen folgen dem Verlauf der Berge und verleihen dem Douro Tal sein unverwechselbares Aussehen.

Ein Erlebnis bei Flusskreuzfahrten: Schleusen Durchfahrt

Für viele Flusskreuzfahrtgäste gehören Schleusen zu den spannendsten Erlebnissen einer Reise. Auf dem Douro gibt es fünf Schleusen. Die erste ist die Crestuma Schleuse mit einer Fallhöhe von etwa 14 Metern.

Wenn sich das Schiff langsam der Schleuse nähert, verändert sich die Stimmung an Bord. Viele Gäste versammeln sich auf dem Deck. Kameras werden bereitgehalten, Gespräche verstummen und alle verfolgen aufmerksam, wie sich das Schiff in die Schleusenkammer bewegt.

Für die Crew ist jede Schleusendurchfahrt eine präzise Aufgabe. Für uns an Bord ist sie ein faszinierendes Schauspiel.

Pinhão und das Herz des Portwein Anbaugebiets

Nach der Schleusendurchfahrt erreichten wir Pinhão. Rund um den Ort liegt das Cima Corgo, das Herzstück des Portwein Anbaugebiets.

Hier werden die Hänge noch steiler und trockener. Die Rebstöcke wachsen auf schmalen Schieferterrassen, die sich scheinbar endlos über die Berge ziehen. Je nach Licht wirken die Weinberge grün, golden, braun oder beinahe silbern.

Pinhão besitzt ausserdem einen der schönsten Bahnhöfe Portugals. Seine Fassade ist mit 24 Azulejo Bildern geschmückt. Die Fliesenbilder erzählen von der traditionellen Weinlese und geben einen Einblick in die jahrhundertealte Verbindung zwischen Menschen, Wein und Douro.

Moscatel und portugiesische Gastfreundschaft

Nach dem Mittagessen stand eine Verkostung von Moscatel in der Quinta Avessada auf dem Programm.

Früher wurde der Besuch dort noch persönlich vom jungen Weinbauern Luis Barros begleitet. Mit seiner humorvollen Darbietung und seiner Ähnlichkeit mit Mr. Bean sorgte er bei vielen Gästen für gute Stimmung. Aber auch sein Stellvertreter hat einen guten Job gemacht und die Gäste perfekt unterhalten.

Die Quinta Avessada vermittelte einen authentischen Eindruck vom Leben in der Weinregion. Hier ging es nicht nur um Wein, sondern auch um Traditionen, Handarbeit und die Menschen, die diese Landschaft seit Generationen prägen.

Das Barockschloss Mateus

Am Nachmittag besuchten wir das weltberühmte Barockschloss Mateus bei Vila Real. Das im 18. Jahrhundert erbaute Schloss beeindruckt bereits von aussen mit seinen eleganten Proportionen und der prachtvollen Gartenanlage.

Besonders schön ist der Spiegelteich. Die Fassade des Schlosses spiegelt sich ruhig im Wasser und bietet ein beliebtes Fotomotiv. Ebenfalls eindrucksvoll ist der schattige Zedernspalier Tunnel im Schlossgarten.

Das Schloss gilt als Meisterwerk des letzten Grafen von Vila Real. Im Inneren beeindrucken kunstvoll geschnitzte Holzdecken und wertvolle Möbel aus verschiedenen Epochen.

Ein besonderer Hingucker ist die Bibliothek mit rund 6’000 Büchern. Sie vermittelt eine Atmosphäre, in der man gerne länger verweilen möchte.

Weltberühmt wurde das Schloss auch durch das Etikett des bekannten Mateus Rosé. Unsere Reiseleiterin erzählte, dass weltweit bereits mehr als eine Milliarde Flaschen dieses Weins verkauft wurden.

Auch der gepflegte Park ist beeindruckend. Er zählt zu den bekanntesten und schönsten Parkanlagen Portugals und gehört für mich zu den Höhepunkten des Tages.

Barockschloss Matheus

Tag 4: Durch den Douro Superior bis an die Grenze – Eine immer wildere Landschaft

Am vierten Tag führte die Reise weiter nach Osten in den Douro Superior. Diese Region gilt als die heisseste und trockenste Weinregion des Douro.

Das Tal wurde immer enger. Die steilen Weinberge wichen teilweise einer raueren und wilderen Landschaft. Die Felsen rückten näher an das Flussufer heran. Über den Canyons kreisten Greifvögel, während sich das Schiff ruhig durch die Landschaft bewegte.

Je weiter wir nach Osten kamen, desto stärker veränderte sich der Charakter des Douro. Porto und die dicht besiedelten Regionen lagen weit hinter uns. Nun dominierten Natur, Felsen, Weinberge und das intensive Licht Portugals.

Die Schleusen Valeira und Pocinho

An diesem Tag passierte die Douro Queen die Schleuse Valeira mit einer Fallhöhe von etwa 33 Metern. Die Schleuse liegt an einem Felsdurchbruch, der früher als eines der gefährlichsten Hindernisse für die traditionellen Holzboote, die Barcos Rabelos, galt.

Anschliessend folgte die Schleuse Pocinho mit einer Fallhöhe von ungefähr 22 Metern.

Die Durchfahrten waren eindrucksvoll. Während das Schiff langsam in die Schleusenkammer glitt, konnte ich die hohen Betonwände aus nächster Nähe betrachten. Wenige Minuten später hatte sich die Perspektive bereits völlig verändert.

Barca d’Alva und Vega Terrón

Am Nachmittag erreichten wir Barca d’Alva auf portugiesischer Seite. Gegenüber liegt Vega Terrón in Spanien.

Der Grenzhafen wirkt ruhig und beinahe verschlafen. Nach den eindrucksvollen Landschaften und Schleusen der vergangenen Tage fühlte sich die Ankunft wie ein besonderer Meilenstein an.

Wir hatten Portugal von Porto aus flussaufwärts durchquert und waren nun an der spanischen Grenze angekommen. Der Douro hatte uns durch einige der schönsten Landschaften der Iberischen Halbinsel geführt.

Figueira de Castelo Rodrigo

Am Nachmittag ging es weiter nach Figueira de Castelo Rodrigo. Der Ort gehört zu den historischen Gemeinden Portugals und liegt in einer Landschaft, die stark von ihrer Vergangenheit geprägt ist.

Schon von weitem ist die Festung Castelo Rodrigo zu sehen. Sie thront auf einem rund 670 Meter hohen Berg und wirkt wie eine steinerne Krone über dem Ort.

Die Festung wurde von den Römern erbaut und im Jahr 1762 teilweise zerstört. Heute sind von den Stadtmauern und der Burg leider nur noch Ruinen erhalten. Gerade diese Ruinen verleihen dem Ort jedoch eine besondere Atmosphäre.

Figueira de Castelo Rodrigo ist ausserdem für seine Störche bekannt. Die Tiere lassen sich während neun Monaten im Jahr in der Umgebung nieder und sind zu einem Symbol des Dorfes geworden.

Tag 5: Salamanca, die goldene Stadt – Eine lange Fahrt, die sich lohnt

Am fünften Tag stand ein Ausflug nach Salamanca auf dem Programm. Die Fahrt dauerte etwas mehr als zwei Stunden. Die lange Anreise lohnte sich jedoch ohne Zweifel.

Salamanca wird wegen ihres goldgelben Sandsteins auch als goldene Stadt bezeichnet. Im warmen Licht wirken die historischen Gebäude besonders eindrucksvoll.

Die Universität von Salamanca wurde im Jahr 1218 gegründet. Sie ist die älteste Universität der Iberischen Halbinsel und war zu jener Zeit neben Bologna und Paris eine der bedeutendsten Universitäten der Welt.

Rund 40’000 Studierende und 160’000 Einwohner verleihen Salamanca ein lebendiges, weltoffenes und multikulturelles Ambiente. Im Jahr 2002 war die Stadt Kulturhauptstadt Europas. Seit 1988 gehört die historische Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Die Plaza Mayor

Unser Rundgang begann an der berühmten Plaza Mayor. Der prächtige Platz wird von 88 Bögen eingerahmt und gilt als einer der schönsten Plätze Spaniens.

Früher fanden hier sogar Stierkämpfe statt. Heute treffen sich Menschen in den Cafés, flanieren über den Platz oder geniessen die besondere Architektur.

Die Plaza Mayor ist ein Ort, an dem man den Alltag für einige Minuten vergessen kann. Ich sass dort und beobachtete das lebendige Treiben. Stimmen, Schritte und das Klappern von Geschirr vermischten sich zu einer typischen Stadtkulisse.

Zwei Kathedralen und das Muschelhaus

Salamanca besitzt nicht nur eine, sondern tatsächlich zwei Kathedralen.

Die neue Kathedrale stammt aus dem 16. Jahrhundert und beeindruckt mit ihrer gotischen Architektur. Die alte Kathedrale wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut. Beide Gotteshäuser stehen direkt nebeneinander, sind miteinander verbunden und erzählen von unterschiedlichen Epochen der Stadtgeschichte.

Ein weiteres Highlight ist die Casa de las Conchas, das Muschelhaus. Die Fassade ist mit zahlreichen steinernen Jakobsmuscheln geschmückt. Das Gebäude gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Salamancas.

Flamenco und Paella

Was gehört bei einem Besuch in Spanien unbedingt dazu? Natürlich Flamenco.

Während eines lokalen Mittagessens präsentierten uns feurige Spanierinnen eine temperamentvolle Flamenco Show. Die Tänzerinnen bewegten sich kraftvoll zur Musik, während ihre Kleider bei jeder Drehung durch den Raum wirbelten.

Dazu wurde eine feine Paella serviert. Die Kombination aus spanischer Küche, Musik und Tanz machte den Ausflug zu einem besonders stimmungsvollen Erlebnis.

Salamanca war für mich nicht nur ein Ausflug zu historischen Bauwerken. Die Stadt fühlte sich lebendig an. Zwischen Universität, Kathedralen, Plätzen und Cafés zeigte sie viele unterschiedliche Facetten.

Tag 6: Entspannt flussabwärts nach Lamego – Ein ruhiger Tag an Deck

Am sechsten Tag begann die Talfahrt. Nun ging es flussabwärts zurück in Richtung Porto.

Dieser Tag gehörte ganz der Erholung. Die Landschaft, die Weinberge und die Schleusen konnten nun aus einer neuen Perspektive betrachtet werden. Die Schleusen Pocinho und Valeira erlebten wir diesmal in umgekehrter Richtung.

Statt langsam nach oben gehoben zu werden, senkte sich das Schiff tief in die Schleusenschächte hinab. Auch die Talfahrt war faszinierend. Wieder versammelten sich viele Gäste an Deck, um den Vorgang zu beobachten.

Zwischendurch blieb genügend Zeit, in einem Liegestuhl zu entspannen, ein Getränk zu geniessen oder einfach den Blick über den Douro schweifen zu lassen.

Lamego und das Heiligtum Nossa Senhora dos Remédios

Der Ausflug führte uns in die elegante Bischofsstadt Lamego. Hoch über der Stadt thront das Barock Heiligtum Nossa Senhora dos Remédios. Nach Fátima gilt es als zweitwichtigster Pilgerort Portugals.

Besonders beeindruckend ist die königliche Freitreppe mit ihren 686 Stufen. Entlang der Treppe befinden sich verzierte Kapellen und zahlreiche blau-weisse Azulejos.

Die Treppe ist nicht nur ein religiöser Ort, sondern auch ein architektonisches Gesamtkunstwerk. Wer oben angekommen ist, wird mit einem weiten Blick über Lamego und die umliegende Landschaft belohnt.

Am Abend verabschiedeten sich der Kapitän und die Crew mit einem festlichen Abschiedsdinner von den Gästen. Es war ein stimmungsvoller Abend, denn allen war bewusst, dass sich die Reise langsam dem Ende näherte.

Tag 7: Zurück nach Porto und ein Ausflug nach Braga – Die letzten Schleusen

An unserem letzten Tag auf dem Douro passierte die Douro Queen am Morgen noch einmal die gewaltigen Schleusen Carrapatelo und Crestuma.

Die Schleuse Carrapatelo ist mit einer Fallhöhe von rund 35 Metern die höchste Schleuse Europas. Für die Crew und den Kapitän ist die Durchfahrt eine besondere Herausforderung. Die Schleusenkammer ist nur etwa zwölf Meter breit. Die Douro Queen misst rund 11,4 Meter in der Breite.

Wenn sich das gigantische Falltor schliesst und das Schiff Zentimeter für Zentimeter an den nassen Betonwänden emporgehoben wird, herrscht an Deck beinahe ehrfürchtige Stille.

Am späten Nachmittag machte die Douro Queen wieder im Hafen von Gaia bei Porto fest.

Porto auf eigene Faust entdecken

Wer noch Zeit hat, sollte Porto unbedingt auf eigene Faust erkunden.

Eine Möglichkeit ist die Fahrt mit der Seilbahn zur Ponte Dom Luís I. Die einfache Fahrt kostete bei meinem Besuch 7 Euro, eine Hin und Rückfahrt 10 Euro. Von oben bietet sich ein schöner Blick auf Gaia, Porto und den Douro.

Anschliessend kannst Du die Brücke überqueren und durch die Einkaufsstrassen auf der Porto Seite wieder hinunter zum Douro spazieren.

Die Strecke führt durch unterschiedliche Viertel und bietet viele schöne Ausblicke. Porto lässt sich auf diese Weise ganz entspannt erleben.

Braga und Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte

Ich entschied mich statt für Porto für den Ausflug nach Braga. Während meiner zwei Jahre in Portugal hatte ich die Stadt immer wieder besuchen wollen. Geschafft hatte ich es jedoch nie. Nun war es endlich soweit.

Braga wird auch als portugiesisches Rom bezeichnet. Die Stadt ist für ihre zahlreichen Kirchen und religiösen Bauwerke bekannt. Ein Höhepunkt ist die Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte.

Die Kirche liegt hoch über der Stadt und ist über eine eindrucksvolle Treppenanlage erreichbar. Braga wurde vor mehr als 2’000 Jahren von Augustus gegründet. Zunächst war die Stadt ein Verwaltungssitz des Römischen Reiches und später die Hauptstadt des heutigen Galiciens.

Der Besuch in Braga war für mich mehr als ein gewöhnlicher Landausflug. Ich konnte einen Ort nachholen, den ich während meiner Zeit in Portugal immer wieder auf meine persönliche Wunschliste gesetzt hatte.

Manchmal sind es gerade solche lange aufgeschobenen Wünsche, die eine Reise besonders emotional machen.

Tag 8: Abschied von der Douro Queen – Eine Reise voller Erinnerungen

Am achten Tag hiess es nach dem Frühstück Abschied nehmen von der Douro Queen und der Crew.

Mit vielen Erinnerungen an spektakuläre Schleusen, edle Weine, historische Städte und eine grossartige Landschaft traten wir die Heimreise an.

Besonders in Erinnerung bleiben mir die stillen Momente an Deck. Der Blick auf die Weinhänge im warmen Licht. Die schroffen Felsen des Douro Superior. Die Störche von Castelo Rodrigo. Die goldenen Fassaden Salamancas. Der Duft von Portwein am ersten Abend in Gaia.

Und natürlich die Menschen, die diese Reise begleitet haben.

Mein Fazit zur Douro Flusskreuzfahrt

Was bleibt, sind wunderschöne Erinnerungen an eine besondere Flusskreuzfahrt auf dem Douro.

Die Douro Flussreise verbindet portugiesische Lebensfreude, spektakuläre Landschaften, gute Weine und interessante Landausflüge. Gleichzeitig bietet sie viel Ruhe. Das Schiff fährt tagsüber durch die schönsten Regionen, während die Nächte in den Häfen verbracht werden.

Wer kleine, gemütliche Schiffe mag und eine Reise mit persönlicher Atmosphäre sucht, wird den Douro vermutlich genauso lieben wie ich. Die Route ist abwechslungsreich, ohne hektisch zu wirken. Du entdeckst Porto, Régua, Pinhão, Lamego, Salamanca und Braga, kehrst aber immer wieder in Deine vertraute Kabine zurück.

Besonders beeindruckend sind die fünf Schleusen. Jede Durchfahrt ist ein Erlebnis. Die Landschaft wird mit jedem Kilometer eindrucksvoller und verändert sich von den bunten Häusern Portos über die grünen Weinberge bis hin zu den trockenen, schroffen Felsen an der spanischen Grenze.

Dazu kommt das Licht. Während der gesamten Reise zeigte sich der Himmel stahlblau. Portugal wirbt nicht ohne Grund mit 300 Sonnentagen im Jahr. Wobei ich anmerken muss: Während meiner zwei Jahre in Portugal lag die Zahl der Sonnentage deutlich unter 300. Auf unserer Douro Reise schien diese Werbung jedoch für einige Tage tatsächlich wahr zu werden.

Der Douro hat mich berührt. Vielleicht liegt es an den Weinhängen. Vielleicht an der Ruhe des Flusses. Vielleicht an der portugiesischen Herzlichkeit. Oder an der besonderen Verbindung aus Landschaft, Kultur und Genuss.

Wahrscheinlich ist es von allem ein wenig.

Eine Flusskreuzfahrt auf dem Douro ist jedenfalls eine Reise, die lange nachwirkt. Wie ein gutes Glas Rotwein, das man langsam geniesst und dessen Geschmack noch lange auf der Zunge bleibt.

Möchtest Du mit der Douro Queen die schöne Landschaft am Douro kennenlernen. Flussreisen mit dem Schiff buchst Du direkt unter www.nicko-cruises.de oder in jedem guten Reisebüro.

Disclaimer: Ich bedanke mich bei nicko cruises für die freundliche Einladung zu dieser Kreuzfahrt mit der Douro Queen. Meine Berichterstattung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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22. August 2026/von info@kreuzfahrt-tipps.ch
Schlagworte: Douro, Flusskreuzfahrt
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