Flusskreuzfahrten 2026: So reagieren Reedereien auf die niedrigen Wasserstände
Der Sommer 2026 bringt nicht nur Sonne und warme Temperaturen, sondern auch spürbare Auswirkungen auf Flusskreuzfahrten in Europa. Die anhaltende Hitze und Trockenheit haben die Wasserstände auf wichtigen Flüssen wie Rhein, Donau und Mosel deutlich sinken lassen. Für viele Kreuzfahrerinnen und Kreuzfahrer bedeutet das Veränderungen bei der Reiseplanung – von Routenanpassungen bis hin zu Absagen. Doch die Branche reagiert flexibel und informiert ihre Gäste transparent, damit dein Urlaub trotz der Herausforderungen ein unvergessliches Erlebnis bleibt.
Niedrige Wasserstände – ein wachsendes Problem für Flusskreuzfahrten
Die geringen Pegelstände auf Rhein, Donau und Co werden mehr und mehr zum Problem für die Binnenschifffahrt – auch für die Flussreiseanbieter. Fahrten müssen abgesagt oder umgeroutet werden, da die Schiffe aufgrund der Wasserstände nicht alle Streckenabschnitte sicher befahren können. Oft entscheiden bereits wenige Zentimeter darüber, ob eine Passage möglich ist oder nicht. Diese Situation stellt die gesamte Branche vor große Herausforderungen.
Wie reagieren die Reedereien?
Phoenix Reisen
Phoenix Reisen kämpft wie alle Mitbewerber mit den niedrigen Pegelständen. Anders als häufig in den Medien dargestellt, seien jedoch nicht alle Flüsse und Streckenabschnitte gleichermaßen betroffen, stellt der Veranstalter gegenüber der Branchenzeitung fvw klar. Auf der eigenen Webseite informiert Phoenix Reisen ausführlich zur aktuellen Niedrigwasser-Situation. Für alle Flusskreuzfahrten auf Donau, Mosel und Rhein mit Abfahrt bis zum 14. August 2026 wird eine kostenfreie Umbuchung angeboten. Dank jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit Hoch- und Niedrigwasser arbeiten Kapitäne, Reedereien und Partner eng zusammen, um die Reisen bestmöglich durchzuführen. Änderungen werden frühzeitig kommuniziert, damit du entspannt planen kannst. Phoenix Reisen bittet derzeit um Verständnis, von Rückfragen abzusehen, da sich die Lage täglich ändern kann.
Thurgau Travel
Auch Thurgau Travel registriert die Hauptbeeinträchtigungen auf Rhein, Mosel und Donau. Die Wasserstände seien bereits Ende Juni auf einem Stand gewesen, den man sonst erst von Juli oder August kenne, so Deutschland-Chef Tim Starke. Bislang musste Thurgau Travel zwar keine Reisen absagen, jedoch wurden 14 Reisen wesentlich umgeplant. Diese Routenänderungen sollen ein vergleichbares Erlebnis bieten wie die ursprüngliche Strecke. Betroffen sind unter anderem die Schiffe Thurgau Gold, Antonio Bellucci, Edelweiss und Thurgau Prestige. Die Reederei informiert betroffene Gäste frühzeitig und persönlich über alle Anpassungen, um trotz der Herausforderungen ein rundum gelungenes Reiseerlebnis zu ermöglichen.
Nicko Cruises
Die Stuttgarter Reederei Nicko Cruises musste in den vergangenen Wochen bereits 13 Reisen auf der Donau absagen. Zunächst betraf dies vor allem längere Routen zum Schwarzen Meer und ins Donaudelta. Aufgrund der anhaltend niedrigen Wasserstände konnten zuletzt auch klassische achttägige Reisen von Passau nach Budapest und zurück nicht durchgeführt werden. Auf dem Rhein mussten bislang keine Fahrten abgesagt werden, jedoch wurden die Routen angepasst: Statt südwärts fahren die Schiffe nun nordwärts über den Niederrhein nach Holland und Belgien, berichtet fvw.
Arosa Flussreisen
Arosa Flussreisen gibt an, die geplanten Reiseverläufe auf Rhein und Donau möglichst wie vorgesehen durchzuführen. Sollte es zu Änderungen oder Einschränkungen kommen, prüft die Reederei die Ansprüche der Gäste anhand der jeweiligen Reisesituation und geltender AGBs. Bei niedrigen Pegelständen kann es zu Anpassungen der Reiserouten sowie der Ein- und Ausschiffungshäfen kommen. Im Falle umfangreicher Einschränkungen, wie derzeit auf der Donau, sieht sich Arosa leider gezwungen, Reisen abzusagen. Die Gäste werden frühzeitig informiert und erhalten attraktive Alternativrouten inklusive Ausflugsprogramm.
Was bedeutet das für dich als Flusskreuzfahrer oder Flusskreuzfahrerin?
- Informiere dich vor deiner Reise regelmäßig bei deiner Reederei oder deinem Reisebüro über mögliche Anpassungen, sofern dieses nicht proaktiv selbst informiert.
- Sei flexibel bei Routenänderungen oder geänderten Ein- und Ausschiffungshäfen.
- Vertraue darauf, dass Sicherheit und dein Wohlbefinden immer oberste Priorität haben.
- Nutze gegebenenfalls kostenfreie Umbuchungsangebote, wenn deine Reise betroffen ist.
- Genieße trotz der Herausforderungen die besondere Atmosphäre und die unvergesslichen Momente auf dem Wasser.
Die niedrigen Pegelstände auf Rhein, Donau und anderen Flüssen stellen die Flusskreuzfahrtbranche im Sommer 2026 vor Herausforderungen. Doch mit vorausschauender Planung, Flexibilität und engagiertem Kundenservice bleiben Absagen die Ausnahme. So kannst du deine Flusskreuzfahrt auch in diesem Sommer entspannt und sicher genießen und unvergessliche Erlebnisse sammeln.















